Von der Wissenschaft über den Journalismus zur Kunst…

Meine Biographie darf, nach Vollendung des 20. Lebensjahrs, als eine Trilogie betrachtet werden.

Zunächst studierte ich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität St.Gallen (CH) und schloss mit einem Diplom in der Fachrichtung Wirtschaftssoziologie ab. Es folgten ein Jahr als Redaktor bei Radio Schweiz in Bern, danach ein Jahr am Europa-Institut in Brugge (Belgien). Zurück in der Schweiz diente ich als Assistent in St. Gallen für Wirtschaftsgeschichte, war Sekretär einer grünen, europafreundlichen Partei und schrieb eine Dissertation über Zentralismus und transnationale Regionalisierung in der EU zum Gewässerschutzmanagement. In dieser Zeit gründete ich auch eine Fotogalerie und leitete diese von 1977 bis 1979.

Eine 2. Lebensphase brachte mich zunächst als Presse- und Radio-Korrespondent nach Brüssel. 1982 wechselte ich nach Paris über und wurde Hauptberichterstatter u.a. der Basler Zeitung und des Berner Bunds. Als „free-lance“ Reporter wirkte ich ebenso für einen europäischen Fernsehsender mit Sitz in Zürich. Von 1985 bis 1989 wirkte ich Generalsekretär des Internationalen Presseclubs in Paris. Ein Jahr zuvor veröffentlichte ein Berner Verlag die Politsatire „Der Europutsch“, in dem der Fall der Berliner Mauer noch zu Regierungszeiten Kohls, Thatchers und Mitterrands prophezeit wurde. 1990 – 91 verbrachte ich als Pressesprecher beim Pharmariesen „Roche“ in Basel und entwarf ein zukunftsträchtiges Corporate-Video, das auch realisiert wurde. Dann – in Phase 3 – wagte ich den Sprung in die Kunst, von der ich mich schon als Jugendlicher angezogen fühlte: Malerei und Fotographie. Nach drei Jahren Leben als Autodidakt in Paris mit Malereien und Ausstellungen in Anlehnung an die konkrete Kunst und den Lettrismus wanderte ich 1995 nach Kanada aus und schloss an der „Université du Québec“ 1998 mit einem „Bachelor of Visional Art“  ab. Es folgten einige Jahre als Lehrbeauftragter an derselbigen Universität, bis 2006, als ich Ottawa verliess, um als Nomade und Weltreisender an einer Video-Installation über weltweite Sky-trains (urbane Hochbahnen) zu arbeiten.

Ich vollendete diese Arbeit in Montreal. Im Frühjahr 2008 erhielt ich eine Residenz am Zentrum für Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Dort konnte ich mit dem Video-Material eine Panorama-Version erstellen. Beide Konzepte warten auf internationale Aufmerksamkeit…

Im Herbst 2008 habe ich mich in Berlin angesiedelt. Zu kleineren Ausstellungen war es in der Bundeshauptstadt bereits ab 2002 gekommen: in der damaligen Fotogalerie Pernkopf, später an der „Urania“ und schliesslich ab 2009  in der Galerei Gondwana.

Meine Foto-Collagen (vgl. www.hansmettler.eu) haben für Ausstellungen Kanada von Montreal bis Vancouver durchquert, New York gestreift, aber vor allem in Zürich, Basel und Berlin zu kleinen Erfolgen geführt.

Im Herbst 2010 wurde ich vom illustren Hotel „Lutetia“ in Paris eingeladen, die Portfolio-Collagen Dialoge zwischen Architekturen und Pflanzen zu präsentieren.

Neuere Arbeiten zeigen Fusionen zwischen fotographischen Collagen mit ironischen Wort-Satzgebilden. Ein grösseres Werk bilden die Vier-Jahres-Zeiten im Berliner Tiergarten. Es ist den dort lebenden Bäumen und dem multikulturellen Berlin gewidment. Es wurde 2010 im meinem Kunstraum, in der Kreativfabrik im Berlin-Wilmersdorf, hunderten von Besuchern in den grossen Formaten vorgestellt.

Im Frühling 2012 stellte ich auf Einladung der Berliner Gondwana-Galerie unter dem Titel „Zerrissene Welten“  16 Plakate aus. Das fotografische Material besteht aus abgerissenen, überklebten, überlagerten Plakatwänden aus Grossstädten, um daraus neue Plakate mit politischen Aussagen zu schaffen.

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